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Jan van der Ploeg
Wandmalerei No. 167 (grip)
, 2006

3,20 x 27,5
Acryl, 3,95 x 27,5 m
Mercedes-Benz Museum, Restaurant
Daimler Kunst Sammlung

 
   

   
   

Seit 1997 verwendet Jan van der Ploeg (*1959 Amsterdam, lebt in Amsterdam, NL) für seine Malerei als wiederkehrendes Modul das ›grip‹, dessen Form sich von den Griffen der Umzugskartons herleitet.
Kunsthistorisch referieren das Motiv und die modulare Malerei auf die Minimal Art: an jene als ›blps‹ betitelten malerischen Interventionen eines Richard Artschwager aus den 1960er Jahren sowie an die seriell reduzierten Wandmalereien Sol LeWitts.

Zugleich darf man daran erinnern, dass die Verbindung von Bild, Wand, Raum und Architektur im Medium von Farbe und Form zu den systematisch verfolgten Ideen der holländischen De Stijl Bewegung der 1920er Jahre zählte. Jan van der Ploeg variiert die Basisform seiner Wandmalereien je nach den architektonischen Vorgaben.

Im konkreten Fall hatte er den ungewöhnlichen Ablauf der Wand um eine Raumkurve herum sowie die Unterteilung in einfache Wandstücke und tragende Betonstruktur zu berücksichtigen.

Die liegenden Ovalformen des ›grip‹ geben der durchbrochenen Wandstruktur eine bildnerische Verdichtung und zentrieren zugleich die Aufmerksamkeit des Betrachters. Die großflächigen Farbfelder hingegen leiten die Wahrnehmung über die Grenzen des Bildes hinaus in den Raum.

   
   

   
   

 

   
 

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