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Max
Bill (1908 Winterthur, CH - 1994 Berlin, D), einer der führenden
Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts, hat die dreiteilige Skulptur
geschaffen, deren Farbverlauf einer konstruktiv-mathematischen Gesetzlichkeit
folgt.
Die
Skulptur nimmt in ihrem Grundriss auf den Mercedes-Stern Bezug.
Bills
Bestreben war es zeitlebens, die Architektur, Malerei und Plastik zu einer
übergreifenden Kunstform zusammenzuführen.
Wie eine solche Synthese aussehen kann zeigt die bildsäulen-dreiergruppe.
Die Farben sind aus dem klassischen neunteiligen Farbkreis, also aus dem
Spektrum der Primär- und Sekundärfarben von Gelb über Rot
nach Blau mit den entsprechenden Zwischentönen entwickelt. Der Farbkreis
ist eine in sich zurücklaufende Folge von Farbtönen: Gelb, Orange,
Rot, weiter zu Purpur, Violett, Blau, weiter zu Blaugrün, Grün,
Gelbgrün. Statt der vermuteten Progression lassen sich unter den
27 Einzelelementen diese Gruppen à drei Farben ausmachen, die zu
neun Modulen geordnet sind.
Da
jede Säule mit einem anderen Farbwert beginnt, verlaufen die Spektren
nicht synchron, sondern gegeneinander verschoben. Um zu verhindern, dass
sich die Farben optisch (sinnesphysiologisch) überlagern, trennt
Bill die einzelnen Module durch schmale, silbrig glänzende Stahlbanderolen.
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Die
Zahl drei bestimmt die mathematische Konzeption der Skulptur: drei Stelen,
Gliederung der Einzelstele in drei Abschnitte (Manschette, Farbfolge,
Manschette), Module à drei Farben, jedes Modul wird pro Stele drei
mal wiederholt, so ergeben sich neun Module über die Höhe jeder
Stele.

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