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Neues Mercedes-Benz Museum, Stuttgart Untertürkheim

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Max Bill
bildsäulen-dreiergruppe
, 1989

Email auf Stahl, 32 m
Mercedes-Benz Museum Stuttgart
Daimler Kunst Sammlung

 
   

Max Bill (1908 Winterthur, CH - 1994 Berlin, D), einer der führenden Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts, hat die dreiteilige Skulptur geschaffen, deren Farbverlauf einer konstruktiv-mathematischen Gesetzlichkeit folgt.

Die Skulptur nimmt in ihrem Grundriss auf den Mercedes-Stern Bezug.

Bills Bestreben war es zeitlebens, die Architektur, Malerei und Plastik zu einer übergreifenden Kunstform zusammenzuführen. Wie eine solche Synthese aussehen kann zeigt die bildsäulen-dreiergruppe.
Die Farben sind aus dem klassischen neunteiligen Farbkreis, also aus dem Spektrum der Primär- und Sekundärfarben von Gelb über Rot nach Blau mit den entsprechenden Zwischentönen entwickelt. Der Farbkreis ist eine in sich zurücklaufende Folge von Farbtönen: Gelb, Orange, Rot, weiter zu Purpur, Violett, Blau, weiter zu Blaugrün, Grün, Gelbgrün. Statt der vermuteten Progression lassen sich unter den 27 Einzelelementen diese Gruppen à drei Farben ausmachen, die zu neun Modulen geordnet sind.

Da jede Säule mit einem anderen Farbwert beginnt, verlaufen die Spektren nicht synchron, sondern gegeneinander verschoben. Um zu verhindern, dass sich die Farben optisch (sinnesphysiologisch) überlagern, trennt Bill die einzelnen Module durch schmale, silbrig glänzende Stahlbanderolen.

   
   



   
   

Die Zahl drei bestimmt die mathematische Konzeption der Skulptur: drei Stelen, Gliederung der Einzelstele in drei Abschnitte (Manschette, Farbfolge, Manschette), Module à drei Farben, jedes Modul wird pro Stele drei mal wiederholt, so ergeben sich neun Module über die Höhe jeder Stele.

 

   
   

Die Stelen-Skulpturen von Heinz Mack und Max Bill wurden von den Künstlern 1989 für die frühere Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen geschaffen. Der Transport der beiden zum Teil zerlegten Säulen an ihren neuen Standort fand in zwei aufeinander folgenden Nächten Anfang Mai 2006 statt.


 

   
 

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