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Auke de Vries

Gelandet, 2002
Permanente Skulptur für den Potsdamer Platz Berlin, Schellingstraße
Eisen 7 x 9 x 12 m

Die Skulptur "Gelandet" ist auf einem Gebäude am Potsdamer Platz Berlin (Dach im 15. Stock des DaimlerServices Gebäudes) dauerhaft installiert.
Bei dem künstlerischen Werk handelt es sich um eine Metallskulptur, die inhaltlich Motive von Gebäuden und Flugobjekten aufnimmt.

Die Skulptur ist auf der Dachfläche verankert, ragt aber in ihrer vollen Größe in den Straßenraum der Schellingstraße und ist so für Passanten wie für Autofahrer gut sichtbar.

‚auto-mobile' Gebäudeteile
 

Die Skulptur besteht wesentlich aus zwei konstruktiven Körpern, die sich formal auf ihre urbane Umgebung beziehen. Es sind gewissermaßen ‚auto-mobile' Gebäudeteile, die sich aus allen funktionellen Bindungen gelöst haben, um sich zu einem Pas de deux unter dem Berliner Himmel neu zu vereinen.

Die waghalsige Equilibristik der Figuration signalisiert ihre Loslösung aus allen Bedingtheiten und nähert sie der Freiheit des Vogelflugs.

Die Skulptur ist eine dynamische, unerwartete Erscheinung, kein ‚Mobiliar' als Straßendekoration, und sie ist in hohem Maße autonom und unantastbar.

Sie hat sich augenscheinlich diesen spezifischen Ort für ihre ‚Landung' erwählt und erweckt zugleich den Eindruck, als können sie so unerwartet, wie sie gekommen ist, wieder verschwinden.


Fotos: Victor E. Nieuwenhuijs

 

Repräsentant der Phantasiewelt

Das ist auch eine Aussage über den immensen Raum über uns, in dem man - motiviert durch die Skulptur - gedanklich umherzuschweifen beginnt. Die Skulptur ist ein Repräsentant der Phantasiewelt. Das Kunstwerk entzieht sich selbstbestimmt allen ‚Kontra-Informationen' seiner Umgebung, es wird nicht vom Verkehr oder anderen Nutzungskonflikten bedroht. So differenziert es sich von seiner Umgebung und wird dadurch doch Teil von ihr, indem es sie neu lesen lässt.

Das Werk sollte "eine Skulptur sein, keine lllustration. Keine Wiederholung genereller Fakten, kein Bild, sondern Imagination. Es ist nicht das ,image', sondern die Imagination, welche die Phantasie des Betrachters erregt. Was an die Imagination appelliert, ist das, was nicht selbstverständlich erwartet wird. Es kennt keinen ,Präzedenzfall'. Das ist der Grund, warum es eine solche Schlagkraft entwickeln kann." (Auke de Vries)

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