archilab (pty)
ltd
(Michael Borgström, Marco Bezzoli, Ishmaiel Meyer; Kapstadt)
Alle drei Partner
der Bürogemeinschaft haben in Südafrika studiert. Das Büro
hat sich wesentlich über die Arbeitsschwerpunkte Villenarchitektur
und hochpreisige Apartmentblocks in der zeitgenössischen Architekturszene
Südafrikas positioniert.
Elemente und Details
aus der internationalen Architekturszene werden bruchlos mit einbezogen,
ganz bewusst versucht das Büro nicht, sich mit der Entwicklung
eines landestypischen Baustils zu differenzieren.Großzügige
Grundrisse, feine Materialien und eine hochwertige Detaillierung zeichnen
die Entwürfe von archilab aus.
Projekte u.a.: Forest Sunrise Villa, Glen Beach Villas, Camps Bay, Cape
Town 2002/03; http://www.archilab.co.za
Thorsten Deckler
erhielt eine spezielle Erwähnung (im Sinne eines 2. Preises) für
seine Fähigkeit, Architektur als urbane Praxis zu entwickeln und
erfahrbar zu machen. Thorsten Deckler (*1970 Lüderitz, Namibia,
lebt in Johannesburg) hat nach einem Schulbesuch in Deutschland in Johannesburg
studiert und bei OMA Rem Koolhaas in Holland mitgearbeitet.
sharpCITY, ein
zusammenschluss junger Architekten mit Sitz in Johannesburg, hat sich
mit der Konzeption und Umsetzung von verschiedenen internationalen Ausstellungen,
Wettbewerben, Büchern und Vorträgen über Johannesburg
beschäftigt. Dabei ist das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der
Stadt Johannesburg in Folge der sich ändernden politischen, sozialen
und ökonomischen Einflüsse gerichtet.
Projekte u.a. zusammen
mit 26'10 South Architects: Original Floating Object, ein Boot als multifunktionales
Objekt; Fassler Gallery & Head School Offices, Bürobereich
mit Galerie Dekanat Universität; The Sans Souci, Soweto; Garden
Studio, Johannesburg http://www.sharpcity.co.za/
Heather Dodd
(*1968 in Harara, Zimbabwe, lebt in Johannesburg) hat in Kapstadt und
Johannesburg studiert und arbeitet seit 1996 in einer Büropartnerschaft
mit Colin Savage (Savage & Dodd architects). Sie ist Gründungsmitglied
in einer Vereinigung namens SHIFT (Social Housing Focus Trust), die
sich im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, Kindertagesstätten etc.
engagiert. Dabei werden entweder bestehende Wohnblocks aus der Zeit
der Apartheid einer neuen Nutzung zugeführt, oder es werden im
Zuge neuer Bauvorhaben Typologien entwickelt, die versuchen, einerseits
Wohnen und Arbeiten in einem Gebäude zu organisieren und gleichzeitig
Wohnräume für Familien unterschiedlicher Größe
bereitzustellen.
Über SHIFT
hat Heather Dodd auch weltweit an verschiedenen Konferenzen zum Thema
sozialer Wohnungsbau und Bauen für sozial schwache Bevölkerungsschichten
teilgenommen.
Projekte u.a.:
Cactus Land, Johannesburg 1992-97; Informel Trading Projects Johannesburg
1997-98 (teilrealisiertes Projekt mit mobilen Marktständen); Pretoria
North Magistrates Courts, 1998-2005; Brickfield Social Housing, Johannesburg
2003-05.
Andrew Horn
(*1969 in Isle of White, GB, lebt in Kapstadt) hat in Kapstadt studiert
und hier 1998 das Büro Eco Design gegründet. Sein Arbeitsschwerpunkt
ist eine ökologische Architektur unter Einbeziehung traditioneller
afrikanischer Bauweisen. Seine Vision ist ein ökologisch bewusstes
Bauen als Bestandteil einer neuen afrikanischen Gesellschaft.
Im Zuge des Bauprozesses werden auf der Baustelle verschiedene Workshops
abgehalten, die den Beteiligten aufzeigen, wie mit einfachsten Mitteln,
lokalen Baumaterialien und den zur Verfügung stehenden Handwerkszeugen
konstruiert und gebaut werden kann. Neue Technologien (Solarenergie)
werden dabei mit traditioneller Bauweise (Lehmbauweise, Strohdächer,
eigene ziegelherstellung) kombiniert.
Projekte u.a.: Manifesto - 6 Broad Principles of ecological Design;
House Prinsloo, Verlorenvlei Farm, Elands Bay, 1998; House Geyser, Alterations
& Additions, Vredehoek, Cape Town 1998;
http://www.ecodesignarchitects.co.za/
Ndabo Langa
(*1973 Durban, Kwazulu/Natal, lebt in Durban) studierte 1990-96 an der
University of Natal, Durban. Er ist Mitbegründer der 'Diverse Group
of Independent Thinkers', einer Gruppe von Architekten und Designern.
Seinen ersten größeren
Auftrag erhielt Langa mit der Entwicklung eines Shopkonzepts für
die Shaka Ocean World Durban, welchem er als Bauweise die Struktur afrikanischer
Rundhütten zugrunde gelegt hat.
Aktuell arbeitet
Langa an dem Projekt zulu Heritage Village für Greytown in der
Provinz Kwazulu/Natal, einem auf touristisches Publikum zielenden Rundhütten-Dorf
nach dem Vorbild indigener zulu Dörfer.
Projekte u.a.: Shopping Mall Shark Ocean World Durban, Durban Ice Rink,
Project Bicycle (2003-2006), zulu Heritage Village, Greytown (in Planung)
Henning Rasmuss
(*1967 in Johannesburg, lebt in Johannesburg)
Rasmuss führt seit 1997 mit dem Büro Paragon Architects eines
der großen Architekturbüros in Südafrika, er ist vielfältig
mit Vorträgen, Lehrveranstaltungen, Ausstellungskonzepten und Publikationen
hervorgetreten. In Kooperation mit internationalen Architekturbüros
hat Rasmuss sich vor allem mit dem Bau großer Firmenzentralen
internationaler Unternehmen exponiert. In Zusammenarbeit mit Gerkan,
Marg & Partner ist Paragon Architects am Bau des neuen Fußballstadions
in Kapstadt für die Weltmeisterschaft 2010 beteiligt.
Projekte u.a.:
South African Airways Headquarter; Leeuwfontein Community Centre Groblersdal
1997; Mmakaunyane Community Centre 2002; House E, Johannesburg 2003;
T Systems und Microsoft Head Office, Johannesburg 2003; Melrose Arch
Apartment Block, Johannesburg 2003; Entwürfe für die Angola
Harbour Front 2005. www.paragon.co.za/Frames/Paragon%20Architects.html
Chris Wilkinson
(*1966 in Upington, Northern Cape, lebt in Pretoria)
Seine Projekte zeichnet ein reduzierter Umgang mit Formen und Materialien
aus, zum Teil explizit unter dem Einfluss europäischer Moderne.
Wilkinson hat sich eine einfache, klare Formensprache erarbeitet, die
eine Konzentration auf Lichtführung und Raumfolgen erlaubt (Chapel
of Light), bzw. Naturanalogien in eine abstrakte architektonische Sprache
übersetzt (Ruimsig entomological centre). Die Villen überzeugen
mit offenen, großzügigen Grundrissen, hochwertigen Materialien
und eleganten Außenanlagen.
Projekte u.a. :
Lecture Halls , University of Pretoria; Show House, Musterhaus für
Immobilienfirma, Kaikai Residental Estate, Port Nolloth; Ruimsig Entomological
Centre, Krugersdorp; Chapel of Light, Vaal University of Technology;
House Rosa, Villa Pretoria; Van Ryn Place of Safety (Gebäudekomplex
für Waisen), Benoni; House Basson, Villa Johannesburg. http://www.comwilk.co.za/about.htm
Heinrich Wolff
(*1970 Roodeport, Gauteng, lebt in Kapstadt)
Preisträger Daimler Award for South African Architecture
2007
Wolff hat nationale
und internationale Preise erhalten, er ist als Gastprofessor an der
Universität Kapstadt tätig und ist mit Artikeln und Kritiken
in südafrikanischen Architekturzeitschriften hervorgetreten.
Als zentrales Movens für seine Arbeit sieht Wolff, dass nach den
langen Jahren der Apartheid die südafrikanische Gesellschaft in
einem Prozess der Selbstfindung begriffen ist. Internationale Architekturtendenzen,
die nun aufgegriffen werden können, gehen in neuer Qualität
eine Verbindung ein mit traditioneller südafrikanischer Architektur
und Lebensweise.
Wolffs Bauten zeichnen sich durch eine materialbewusste, regional angepasste
und sorgsam gefügte Architektur aus, die der jeweiligen Bauaufgabe
und deren Standort entsprechend gerecht wird. Seine Villen sind elegant
und großzügig, Fabriken technisch und fortschrittlich, Schulen
offen und freundlich.
Projekte u.a.: PELIP Low Cost Housing (Sozialwohnungen), Walmer Township
2000; House Buntman, Villa Camps Bay, Cape Town 2001; Firma Indigenous
Systems, Midrand, Gauteng 2002; House Toussaint, Villa mit Hubschrauberlandeplatz,
Midrand, Gauteng 2003 Red Location Museum of Struggle, Port Elizabeth
2005; Inkwenkwezi Secondary School, Du Noon 2006. http://www.noerowolff.com