Sammlung Daimler
English  
   

Contemporary - Profil und Übersicht
Ausstellungen nach Termin
Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen
 


Daimler Contemporary       
19. Januar - 3. Juni 2007

 

Kontakt      Jahresübersicht 
 

 

 

   

Private Corporate IV
Ein Dialog der Sammlung Lekha und Anupam Poddar
und der Daimler Kunst Sammlung

     
   

 

 

Künstlerliste

interview mit Anupam Poddar

Ausstellungsansichten

 

Pressematerial

   
     

 

   
   


Jyothi Basu
Constructed to Deconstruct I, 2004
Öl auf Leinwand
120 x 90 cm

Ravinder Reddy,
Thatupalli Radha, 1995-96
Fiberglas, Blattgold, Lackfarbe
61 x 86,4 x 111,8 cm

Lekha Poddar, die Mutter von Anupam Poddar, begann ihre Sammlung indischer Kunst in den 1980er Jahren, mit Arbeiten der ›Progressive Artists' Group‹ und anderen zeitgenössischen Richtungen, die zu jener Zeit aktiv waren. Anupam Poddar begründete seine Sammlungsaktivitäten um das Jahr 2000, mit Werken jüngerer Künstler aus seiner Generation, welche aus seiner Sicht "eine Vision Indiens repräsentieren, mit welcher ich mich verbunden fühle".

Anupam Poddar konzentrierte sich zunächst auf Werke einiger in Delhi lebender Künstler, wie Bharti Kher und Subodh Gupta. Die Familie Poddar war zu jener Zeit gerade in ein großes Landhaus in einem der Außenbezirke von Delhi umgezogen und die Motivation war, für dieses neue Haus Kunst zu erwerben. Im Laufe der letzten Jahre hat Anupam Poddar vor allem die experimentellen Entwicklungen zeitgenössischer indischer Kunst als Sammler begleitet.

Gab es zunächst eine Zurückhaltung gegenüber komplexen inhaltlichen Kunstentwicklungen ebenso wie gegenüber raumgreifenden installativen Werken und neuen Medien, für die das Haus nicht geeignet war, so wurde dies bald überwunden und die Sammlung in entsprechender Richtung überlegt und gezielt erweitert.

Die Sammlung Lekha und Anupam Poddar ist eine ausgesprochene Familiensammlung. Anupam Poddar verantwortet die weitere Entwicklung der Sammlung, konzipiert die Auswahl der Werke und trifft wesentliche Entscheidungen, jedoch stets in Rücksprache mit der Familie.

Die Sammlung Poddar setzt ausschließlich auf indische Vertreter einer erzählerischen, figurativen, in vielen Fällen explizit politisch engagierten Kunst. Die Sammlung überzeugt durch die Breite ihres Interesses und eine außerordentlich aktive Sammlungspolitik, die auch Risiken nicht scheut.

Schwerpunktmäßig sind in der Sammlung aktuell folgende Künstler vertreten: Subodh Gupta, Mithu Sen, Bharti Kher, Anita Dube, Sudarshan Shetty and A. Balasubramanium. Die Sammlung umfasst aktuell rund 2100 Werke, wozu auch einige Auftragswerke zählen. Während der Bereich der Keramik weitgehend ausgeklammert wurde, zählen rund 800 Werke ethnischer oder Volkskunst (Tribal Art) zum Kernbestand. Die Sammlung wächst wöchentlich um Neuerwerbungen sowohl zeitgenössischer wie Volkskunst.

Ausschnitte der Sammlung, unter thematischen Aspekten präsentiert, sollen zukünftig an einem eigens geschaffenen Ausstellungsort in Neu Delhi auch öffentlich zugänglich sei.

     

 

 

 

 
   


Tamara K.E.
o.T., 2001
Eitempera auf Leinwand
100 x 320 cm


David Salle
To be titled #1, #2
Beide: 1998
Öl, Acryl auf Leinwand
Je 3 Teile, gesamt 229 x 460 cm

Die Herausforderung bestand also in diesem Fall darin, die auf die abstrakten Avantgarden des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart konzentrierte Kunst Sammlung Daimlerauf einen Bestand hin zu befragen, der einen sinnvollen und spannenden Dialog mit der Sammlung Poddar ergeben könnte.

Aus dieser Fragestellung heraus schien es attraktiv, erstmals ein großes Auftragswerk David Salles öffentlich zu zeigen, das ansonsten permanent bei DaimerChrysler Financial Services, Berlin, hängt. Die anspielungsreiche Malerei Salles hat sich seit den 1980er Jahren wesentlich auch immer wieder von der Plakatmalerei der indischen Filmindustrie anregen lassen.

Weitere Anknüpfungen ergaben sich zu kritisch und politisch motivierten Positionen in der Daimler Kunst Sammlung: K.R.H. Sonderborg, dessen Schüler Tobias Hauser, dann Künstler wie Buetti, Herold und Jaar. Erstmals vorgestellt wird außerdem eine Gruppe großer Gemälde der in Georgien gebürtigen, in Düsseldorf lebenden Malerin Tamara K.E., die sich mit spezifisch weiblich bzw. männlich geprägten zeitgenössischen Selbstbewusstseins befassen. Ergänzt wird diese Konstellation um Neuerwerbungen indischer Gegenwartskunst für die Daimler Kunst Sammlung.

     

 

 

 

 
Seitenanfang   
 


 

Künstlerliste
interview mit Anupam Poddar
Ausstellungsansichten

Katalog
Pressematerial