Lekha
Poddar, die Mutter von Anupam Poddar, begann ihre Sammlung indischer
Kunst in den 1980er Jahren, mit Arbeiten der Progressive Artists'
Group und anderen zeitgenössischen Richtungen, die zu jener
Zeit aktiv waren. Anupam Poddar begründete seine Sammlungsaktivitäten
um das Jahr 2000, mit Werken jüngerer Künstler aus seiner
Generation, welche aus seiner Sicht "eine Vision Indiens repräsentieren,
mit welcher ich mich verbunden fühle".
Anupam
Poddar konzentrierte sich zunächst auf Werke einiger in Delhi lebender
Künstler, wie Bharti Kher und Subodh Gupta. Die Familie Poddar
war zu jener Zeit gerade in ein großes Landhaus in einem der Außenbezirke
von Delhi umgezogen und die Motivation war, für dieses neue Haus
Kunst zu erwerben. Im Laufe der letzten Jahre hat Anupam Poddar vor
allem die experimentellen Entwicklungen zeitgenössischer indischer
Kunst als Sammler begleitet.
Gab
es zunächst eine Zurückhaltung gegenüber komplexen inhaltlichen
Kunstentwicklungen ebenso wie gegenüber raumgreifenden installativen
Werken und neuen Medien, für die das Haus nicht geeignet war, so
wurde dies bald überwunden und die Sammlung in entsprechender Richtung
überlegt und gezielt erweitert.
Die
Sammlung Lekha und Anupam Poddar ist eine ausgesprochene Familiensammlung.
Anupam Poddar verantwortet die weitere Entwicklung der Sammlung, konzipiert
die Auswahl der Werke und trifft wesentliche Entscheidungen, jedoch
stets in Rücksprache mit der Familie.
Die
Sammlung Poddar setzt ausschließlich auf indische Vertreter einer
erzählerischen, figurativen, in vielen Fällen explizit politisch
engagierten Kunst. Die Sammlung überzeugt
durch die Breite ihres Interesses und eine außerordentlich aktive
Sammlungspolitik, die auch Risiken nicht scheut.
Schwerpunktmäßig
sind in der Sammlung aktuell folgende Künstler vertreten: Subodh
Gupta, Mithu Sen, Bharti Kher, Anita Dube, Sudarshan Shetty and A. Balasubramanium.
Die Sammlung umfasst aktuell rund 2100 Werke, wozu auch einige Auftragswerke
zählen. Während der Bereich der Keramik weitgehend ausgeklammert
wurde, zählen rund 800 Werke ethnischer oder Volkskunst (Tribal
Art) zum Kernbestand. Die Sammlung wächst wöchentlich um Neuerwerbungen
sowohl zeitgenössischer wie Volkskunst.
Ausschnitte
der Sammlung, unter thematischen Aspekten präsentiert, sollen zukünftig
an einem eigens geschaffenen Ausstellungsort in Neu Delhi auch öffentlich
zugänglich sei.