Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
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Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen
 

Stadtgalerie Kiel
25. März – 28. Mai 2006

 

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    Outside Europe
Aus der Daimler Kunst Sammlung

Kunst aus Asien, Australien, Südafrika und Amerika.

     
   

 

         
     


 

Beteiligte Künstler

Pressematerial

   
     

 


Vorankündigung

     
   

 

 


Alexander Liberman
Revolving; 1959
61 x 91,4 cm Öl auf Leinwand

Haim Steinbach (*1944/IL)
ohne Titel (dust pans, door mats), 1990,
Holz-Laminat und Objekte,

Das hauptsächliche Sammlungsinteresse des Unternehmens Daimlerwurde in den letzten Jahren um Beispiele protominimalistischer Malerei im Amerika der 1940er Jahre erweitert, zu nennen sind für die Ausstellung Frederick Hammersley und Karl Benjamin als zwei prominente Vertreter der sogenannten ›Abstract Classicists‹.
Diesen Klassizisten der amerikanischen Westküste sind mit den über die New Yorker Kunstszene verbundenen Künstlern Ilya Bolotowsky, Alexander Liberman, Al Held, Gene Davis, Robert Ryman, Oli Sihvonen und David Novros repräsentative Werke des Minimalismus der 1950er/60er Jahre gegenübergestellt.

Den nordamerikanischen Schwerpunkt geometrisch-abstrakter Traditionen nach 1945 ergänzt die Ausstellung »Outside Europe« mit prominenten Vertretern japanischer Kunst. Erkennbar werden die transatlantische Wirkungsgeschichte von konkret-konstruktivistischer Kunst, von Minimal und Concept Art.
Dieser Dialog von Europa aus nach Amerika und weiter nach Asien gründete in einem regen Austausch einzelner Künstlerpersönlichkeiten. Zu nennen sind hier beispielgebend Shusaku Arakawa, Isamu Noguchi, Joshi IIda und Keiji Usami. Ihnen sind japanische Künstler/innen mit zeitgenössischen Werken benachbart, welche die aktuelle Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität (Are You Meaning Company) sowie die Begegnung mit westeuropäischen Kunstströmungen thematisch ablesbar machen. Infolge des seit 1991 von DaimlerJapan begründeten Förderpreis »Art Scope Japan« wird die Daimler Kunst Sammlung auch zukünftig das japanische Kunstgeschehen verfolgen.

     

 

 


Eine kritische Revision modernistischer Kunst der 1950er/1960er Jahre findet mit Beginn der 1980er Jahre statt - mit einer Künstlergeneration, die eine Brückenfunktion zwischen der Kunst der Nachkriegsjahre und den jungen Künstler/innen der Sammlung einnimmt.
 

 
   

 

 


Vincent Szarek
Red Hoods; 2003
Urethane on fiberglass
21 x 109 x 20 cm

Shilpa Gupta (*1979/IND),
Untitled, 2004
Videoprojektion (Länge ca. 8 m)
mit interaktiver Computeranimation

Guy Tillim (*1962/ZA),
Kamajoor-Milizen, 2001/04,
Digitaldruck Aufl. 3/5, 79,5 x 53 cm
,

Die formalistische Tradition der Klassischen Moderne, welche sich im europäischen und amerikanischen Hard Edge und Minimalismus wiederfindet, wird auf ihre Aussagen überprüft. In dieser Generation wird ein Spannungsverhältnis besonders zwischen amerikanischen, damit verwandt auch australischen Künstler/innen der Sammlung, und asiatischen Positionen erkennbar.

Erstmals stellt die Ausstellung junge indische sowie aus Georgien stammende Künstler/innen vor. Mit Gia Edzgveradze und Tamara K.E. sind zwei Generationen präsent, welche einerseits mit dem Hintergrund der Konzeptuellen Kunst und deren Beschäftigung mit der Struktur von Sprache und andererseits dem symbolischen Gehalt einer traditionellen Bildikonographie (bis hin zu religiösen Vorbildern) arbeiten. Dies spiegelt sich dies vor allem in den Werken Edzgveradzes durch die Verwendung von Chiffren sowie der Öffnung des klassischen Tafelbildes. Bei Tamara K.E. steht hinter der Verwendung christlicher Bildwelten (Madonna, Jesus am Kreuz) die zeitgenössische Analyse geschlechtsspezifischer Rollenzuschreibung. Dieses auf feministische Kulturtheorien der 1970er Jahre zurückgehende Thema, fortgeführt in der universitären Forschung unter dem Begriff der Gender Studies, durchzieht auch weiterhin das aktuelle Kunstgeschehen.
Hier findet sich auch eine Verbindung zu den Neuerwerbungen der Sammlung von zwei indischen Künstlerinnen, Pamela Singh und Shilpa Gupta. Sie zeigen die Ordnung der indischen Gesellschaft als weiterhin hierarisch gegliedert, in welcher die Frauen außerhalb der Familie ihren eigenen Raum erst noch durchzusetzen haben.

Hinsichtlich gesellschaftskritischer und politischer Reflexionen setzen ebenso die Werke von Alfredo Jaar, Dmitry Gutov, Uri Tzaig und Guy Tillim wesentliche Akzente. Von Guy Tillim, Preisträger des seit 2000 vergebenen Daimler Award for South African Culture, ist eine eindrucksvolle Fotoserie junger Kamajoor Milizionäre zu sehen. Alfredo Jaar, seit seinem documenta Auftritt 1987 als einer der wichtigsten sozialkritischen Konzeptkünstler bekannt, ist mit einem Mahatma Gandhi gewidmeten Leuchtkasten vertreten. Eine durchaus kritische Grundeinsicht verbindet die Arbeit von Jaar mit derjenigen etwa von Dmitry Gutov: Dass Sprache und Bild heute mehr der Selbsttäuschung, der Verunklärung und bewusster Geschichtsfälschung dienen, als dass sie Medium freiheitlicher Begegnung mit dem eigenen und dem fremden Selbst sein könnten.

 

Ausstellungsansichten
> outside europe, Städt. Galerie Sindlefingen 2005

     

 

 

 

   
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Beteiligte Künstler

Pressematerial