Das Werk Wörth zeigt
erstmalig mit der Ausstellung "Cars and Art" ausgewählte Stücke der Kunst Sammlung Daimlerim Restaurant am See.
Mercedes-Benz Kundencenter
Wörth - Restaurant am See
Öffnungszeiten: Montag
bis Samstag, 10 - 16 Uhr
Führungen: jeweils samstags, 14.30 Uhr Eintritt frei
Robert
Longo
Untitled (car); 1996
Graphit auf Papier
244 x 122 cm
Die Werke der Künstler
Andy Warhol mit seiner Serie "Cars" und
Robert Longo mit "Cars From Above" stehen
ganz im Zeichen des Themas Automobil. Das gesamte Frühwerk des amerikanischen
Künstlers Andy Warhol war von diesem Thema begleitet. Sein rückhaltloses
Bekenntnis zur Business Art als der "besten" Kunst machte ihn zur unangefochtenen
Leitfigur der Pop-Art.
Zum hundertjährigen
Jubiläum der Erfindung des Automobils 1986 kehrte mit dem Auftrag der
damaligen Daimler-Benz AG das Automobil als Motiv und Ikone der Mobilität
in das Werk Warhols zurück. Bis zu seinem Tod im Jahr 1987 konnten von
insgesamt rund 80 geplanten Werken der "Cars"-Serie 35 Bilder und zwölf
Zeichnungen realisiert werden.
Diese Sammlung
bildet gleichermaßen den Ausgangspunkt für weitere Auftragsarbeiten
von Daimler.
Der Amerikaner
Robert Longo entwickelte von 1995 bis 1998 im Auftrag der Daimler Kunst Sammlung
eine Reihe von fünf großformatigen Zeichnungen mit dem Titel "Cars From
Above".
Longo zeigt Modelle von Mercedes-Benz der 1980er und 90er Jahre aus der
Vogelperspektive.
Longos charakteristisches Verfahren des sogenannten Hyperrealismus arbeitet
entgegen dem schnellen Blick auf glänzende Oberflächen.
Er löst aus den Medien bekannte Bild-Sujets aus ihrem ursprünglichen Kontext
heraus und stellt sie in schwarz-weißen, übergroßen Zeichnungen dar.
Die Ausstellung im
Werk Wörth wird abgerundet durch eine Auswahl von Collagen, Objekten,
Skulpturen und Videos, die unterschiedliche inhaltliche und mediale Bearbeitungen
des Themas "Art and Cars" zeigen.
Charlotte
Posenenske
4 Reliefs, Elemente der Serie B; 1967
Stahlblech, RAL blau,
Bildmaß: 2 x 2 tlg., je 100 x 50 cm
Die frühesten Werke
der Ausstellung sind die Collagen des jung verstorbenen Kölner Künstlers
Peter Roehr, ein deutscher Vertreter der Pop-art, der Details von Mercedes
Karosserien aus Zeitungen ausschneidet und in serielle Reihung bringt.
Etwa zeitgleich
verwandelt Charlotte Posenenske Mitte der 1960er Jahre Industriebleche
in minimalistische Objektformen, die sie mit Autolacken
überzieht. Die Künstlerin wollte seriell ästhetische Objekte
herstellen, die für jeden Menschen erschwinglich sein sollten.
Das multimediale
Spektrum der 1980er Jahre repräsentieren Bertrand Laviers mit durchsichtiger
Acrylfarbe bedeckter Mercedes-Benz 190 sowie Albert Hiens veränderliche
Neonskulptur "Gib Gas".
Eine aktuelle Antwort auf Posenskes demokratisches Kunstideal versuchen
die mit Autolack gearbeiteten Rahmen-Wand-Skulpturen von Gerold Miller.
Das Spektrum
zeitgenössischer Ideen spiegeln die Design- / Lackobjekte von Vincent
Szarek und Ulrike Flaig sowie die jeweils in Serien angelegten Videoarbeiten
von Sylvie Fleury und Kisten Mosher.
Sylvie Fleury, videostills
aus dem Video "carwash"
beteiligte
Künstler
Ulrike Flaig (*1962/D),
Sylvie Fleury (*1961/CH), Albert Hien (*1956/D), Bertrand Lavier (*1949/F),
Robert Longo (*1953/USA), Gerold Miller (*1961/D), Kirsten Mosher (*1963/USA),
Olivier Mosset (*1944/CH ), Charlotte Posenenske (1930-1985/D), Peter
Roehr (1944-1968/D), Vincent Szarek (*1973/USA), Andy Warhol (1927-1987USA)