Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
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Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen

Private/Corporate II

 

Ein Dialog der Sammlungen
Ileana Sonnabend, New York,
und Daimler Kunst Sammlung

Aus der Sonnabend Collection
Andy Warhol, Donald Judd, Robert Morris, Bernd und Hilla Becher, John McCracken, Bruce Nauman, Haim Steinbach, Mel Bochner, Rona Pondick, Jeff Koons, Ashley Bickerton, Clay Ketter und Matthew Weinstein

Aus der Daimler Kunst Sammlung
Andy Warhol, Franz Erhard Walther, Haim Steinbach, Georg Herold, Silke Radenhausen, Eva Maria Reine, Andreas Reiter Raabe, Gail Hastings und Pietro Sanguineti

Daimler Contemporary

3. September 2003
- 12. April 2004

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Jahresübersicht

   
   
Ausstellungsinfomation
   
 

Ileana Sonnabend


Eröffnung der Ausstellung im Haus Huth:
Dr. Manfred Gentz; Vorstand DaimlerDr. Renate Wiehager, Leiterin der Daimler Kunst Sammlung
Ileana Sonnabend

Ileana Sonnabend gehört zweifellos zu den maßgeblichen, großen Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt. Als Galeristin in New York beginnend 1954, zunächst in Allianz mit Leo Castelli, ist es ihr Verdienst, Künstler der Pop-Art, wie Robert Rauschenberg und Jasper Johns, früh entdeckt und gefördert zu haben.

   
   


Jeff Koons
Hoover

Ileana Sonnabend Collection

Mit ihrem Umzug nach Paris im Jahr 1962 etabliert Ileana Sonnabend mit ihrem zweiten Ehemann Michael Sonnabend die Pop Art Américaine in Europa: 1963 zeigt sie unter diesem Ausstellunsgtitel Lee Bontecou, Claes Oldenbourg, Andy Warhol, James Rosenquist, John Chamberlain und Tom Wesselmann.

Pop-Art und Nahtstelle für europäische und amerikanischer Entwicklungen

Statt sich jedoch allein der Erfolgsgeschichte der Pop-Art zu widmen, gilt bald ihr leidenschaftliches Interesse dem Minimalismus, der Prozess Kunst und der Arte povera: Michelangelo Pistoletto, Giovanni Anselmo, Pier Paolo Calzolari und Gilberto Zorio sind in ihrer Pariser Galerie ebenso vertreten wie Dan Flavin, Donald Judd, Robert Morris, Bruce Nauman, Mel Bochner, Christian Boltanski oder Vito Acconci, um nur einige zu nennen.

 
Entsprechend gestaltet sich die Sammlung Sonnabend sehr differenziert aus: Mit Vorliebe und Interesse für konzeptuelle Kunst, Objektkunst und installative Werke bildet die Sammlung eine Nahtstelle für die gegenseitigen Einflussbereiche europäischer und amerikanischer Entwicklungen.

Genauso wie Ileana Sonnabend Anfang der 1960er Jahre ihren amerikanischen Künstlern Europa eroberte, erhält 1971, mit ihrer Rückkehr über Genf nach New York, die europäische Kunst eine wirkungsvolle Plattform in Amerika. Mit den Galerien Castelli, Weber und Emmerich bezieht sie eine alte Papierfabrik in Downtown New York und macht damit SoHo für einige Jahrzehnte zum Dreh- und Angelpunkt der internationalen Kunstwelt.

Indem sie ihre Pariser Galerie als Dépendance bis 1980 weiterhin führt, bleiben für Ileana Sonnabend amerikanische und europäische Konzepte, Schulen, Gemeinsamkeiten und Auseinandersetzungen im präzisen und unverstellten Focus ihrer Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit bestehen: In New York zeigt sie in den nächsten Jahren Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Piero Manzoni, Anne & Patrick Poirier, Marcia Hafif, Jannis Kounellis, Mario Merz oder Hamish Fulton.

   
   


Haim Steinbach
ultra red no1; 1986
Ileana Sonnabend Collection

In den 1980er Jahren

Der diskursive Charakter in Ileana und Michael Sonnabends intensiver Vermittlung sowie dem Ankauf von Kunst bleibt konsequent bis in die Gegenwart bestehen. Entsprechend verläuft die Galeriehistorie und erweitern beide ihre Sammlung in den 1980er Jahren mit Werken der ‚Neokonzeptualisten' und der als entfants terribles in der Szene bekannten Künstler Ashley Bickerton, Jeff Koons, Peter Halley und Mayer Vaisman, die Ileana 1986 in einer damals sehr umstrittenen Ausstellung das erste Mal zusammen zeigt.

Mit Werken von beispielsweise Haim Steinbach, Peter Fischli & David Weiss, Clay Ketter, Matthew Weinstein, Rona Pondick oder Wim Delvoye entwickelt die Sammlung Sonnabend ihr Spektrum bis heute fort.

 

Zeitzeugin zahlreicher ‚Ismen'

Anhand ihrer hervorragenden Exponate legt die Sammlung einige relevante Muster der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts offen: Die triumphale Wirkungsgeschichte des Ready-mades, den außerordentlichen Konflikt über das Postulat des Minimalismus sowie die Selbstbefragung und Selbstbespiegelung von Künstlerinnen und Künstler in ihrer sowohl kritisch reflektierten als auch gerne in Anspruch genommenen gesellschaftlichen Rolle.

Als Zeitzeugin zahlreicher ‚Ismen' des letzten Jahrhunderts hat Ileana Sonnabend, wie an ihrer Sammlung seismologisch abzulesen, nie den Überblick über Haupt- und Nebenwege der Kunst verloren. Als Amerikanerin in Europa oder Europäerin in New York hat sie Standards gesetzt und Kunstgeschichte geschrieben.

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externe links:
>> www.sonnabendgallery.com
>> Sonnabend Galerie at
artdealers.org

   
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