Ausgehend
von repräsentativen Werkgruppen der konkreten und konstruktiven Kunst,
von minimalistischen und konzeptuellen Positionen bis zu jüngsten Tendenzen
der internationalen Kunst spiegelt die 1977 gegründete Sammlung die
wichtigsten Entwicklungen der abstrakten Kunst im 20. Jahrhundert.
Die
Ausstellung versammelt Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst
in thematischen, dabei Generationen und Klassifizierungen
übergreifenden Gruppierungen. Entsprechend den Sammlungskomplexen
und der Ausstellungspraxis des Museums für Neue Kunst ZKM Karlsruhe
liegt der Schwerpunkt der Auswahl von rund
200 Werken aus der Daimler Kunst Sammlung bei
den Erwerbungen der jüngeren Zeit.
Ausstellungseröffnung
durch Prof. Dr. Götz Adriani, Dr. Manfred Gentz, Dr. Renate Wiehager
Seit
der Gründung der Sammlung im Jahr 1977 ist der Bestand auf etwa 1.200
Werke von rund 300 deutschen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern
angewachsen. Die Sammlung repräsentiert ein bedeutendes
Spektrum wichtiger Kunstentwicklungen und Bildideen des 20. Jahrhunderts
bis in die Gegenwart hinein. Sie umfasst darüber hinaus rund
dreißig große Skulpturen für öffentliche
Plätze.
Josef
Albers
Change Directions; 1942
60 x 74,5 cm
Das
frühe Interesse galt den Künstlern aus dem süddeutschen Raum, daraus hervorgehend
den konstruktiven und konkreten Tendenzen, Minimalismus und Zero: allen
gemeinsam war das künstlerisch motivierte Interesse
an einem interdisziplinären Dialog zwischen bildender Kunst, funktionalem
Produktdesign, Architektur und Graphikdesign in der Nachfolge des Bauhauses.
Dieser
Ausrichtung an einem forschenden künstlerischen
Denken ist die Daimler Kunst Sammlung bis heute verpflichtet,
ein Denken, das sich auch stets dem Menschen, seiner Phantasie und Innovationskraft
gewidmet hat.
Ugo
Rondinone
Nr. 214 VIERUNDZWANZIGSTERJULIZWEITAUSEND; 2000 200 cm
Simone
Westerwinter
aus: 60 Namensaquarelle, 2001
50 x 75 cm
Die zeitgenössische internationale Kunst ist mit renommierten Namen
und Nachwuchskünstlern vertreten, die als Fortführung
abstrakt-minimalistischer Positionen gelesen werden können. Künstler
der klassischen Moderne und der Avantgarde der 60er / 70er Jahre - wie
Josef Albers, Daniel Buren, François Morellet, Gottfried Honegger, Friedrich
Vordemberge-Gildewart, Richard Artschwager, Robert Ryman oder Herman
de Vries - stehen neben jungen Künstler/innen wie Doug Aitken, John
M Armleder, Tacita Dean, Cor Dera, Sylvie Fleury, Gail Hastings, Isabell
Heimerdinger, Gerold Miller, Jonathan Monk, Kirsten Mosher, Ugo Rondinone,
Karin Sander, Pietro Sanguineti, Simone Westerwinter, Georg Winter oder
Andrea Zittel.