Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
Ausstellungen nach Termin
Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen

MINIMALISM AND AFTER II

 

Neuerwerbungen / New Aquisitions

John M Armleder, Richard Artschwager, Wolfgang Berkowski, Stephen Bram, Daniel Buren, Ian Burn, Hanne Darboven, Gene Davis, Hermann Glöckner, Benoit Gollety, Katharina Grosse, Esther Hiepler, Sol LeWitt, John McLaughlin, Olivier Mosset, David Novros, Charlotte Posenenske, Gerwald Rockenschaub, Henryk Stazewski, Katja Strunz, Michael Zahn.

Daimler Contemporary

14. Februar -
18. Mai 2003

neue Öffnungszeiten:
täglich 11 - 18 Uhr

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mossetzahn

Wolfgang Berkowski

Ablaufsteuerung, 2002
Photo auf Acetat, Plastik, Metall, Glas, Holz, Email, 2 Elemente mit je 2 Teilen

Olivier Mosset

Ohne Titel (tic-tac-toe Serie), 2002
Acryl auf Leinwand, 9 Teile

Michael Zahn

Untitled (Menu with Sub-Menu),
2002 Acryl auf Plexiglas, 2 Teile

 

   
 


Wolfgang Berkowski
*1960 Salzkotten, D, lebt in Rom, I

Ablaufsteuerung, 2002
Photo auf Acetat, Plastik, Metall, Glas, Holz, Email, 2 Elemente mit je 2 Teilen

Ablaufsteuerung

1. Spezifische schwarze Diagramme, (Größe) bezogen auf die projizierte Größe auf der Netzhaut, (immer) an derselben Stelle auf einem DIN-A4 Blatt präsentiert, Linien unterschiedlicher Stärke, organisiert zu Gruppen/Sequenzen.

2. Längliche schwarze Objekte, (weißer) Querschnitt bezogen auf DIN-A4, auf Rollen gesetzt, erscheinen isoliert oder in Gruppen. Die Diagramme sind analytische Instrumente für den Künstler und stellen einen privaten Code dar. Serialität oder die Strategie des "eins nach dem anderen" garantiert ihre Unabhängigkeit und Nicht-Referentialität. Gleichzeitig fungiert das Display, das wir jetzt als die Erfahrung bezeichnen können, als eine Grammatik und verleiht dem/den Zeichen eine physische Präsenz, eine Struktur, die zum Lesen führt. Das Prinzip der Wiederholung dient in der Minimal Art dazu, inhaltliche Bezüge zu vermeiden, die Rollen unter den Boxen kennzeichnen sie entgegen der Prämissen der Minimal Art als ortsunspezifische Objekte. (Cecilia Canzani)

Olivier Mosset
*1944 Bern, CH, lebt in Tucson, USA

Ohne Titel (tic-tac-toe Serie), 2002
Acryl auf Leinwand, 9 Teile

Radikal: der Begriff kennzeichnet nicht nur eine Richtung der abstrakten Malerei, die Olivier Mosset in den siebziger Jahren in New York mitbegründet hat, sondern mehr noch Werk und Haltung des Künstlers. Die Grundlegung dafür war sein politisches Engagement im Umfeld der Unruhen vom Mai 1968 in Paris.

Mossets neue tic tac toe Serie ist als selbstkritisches Resümee seiner künstlerischen Arbeit von 1968 bis heute zu lesen. Die frühen schwarz-weißen Kreisbilder werden zu farbigen ›shaped canvases‹, die Kreuze gehen auf Bilder aus ineinander gesteckten großen Kreuzen zurück. »Ich war froh, dass die Entscheidung über die Installation der Elemente durch ein kleines Spiel entschieden wurde. Es bringt alles in eine Perspektive, dies zumal zu einem Zeitpunkt, der für den Zustand der Welt nicht gerade günstig ist. Andererseits war es Anlaß, mich mit meinen frühen Werken zu befassen. Es gibt immer eine Dialektik zwischen dem, was du machst und was du gemacht hast.« (Olivier Mosset).


Michael Zahn
*1963 in Cleveland, USA, lebt in New York, USA

Untitled (Menu with Sub-Menu),
2002 Acryl auf Plexiglas, 2 Teile

In Michael Zahns künstlerischer Arbeit verschränkt sich eine Auseinandersetzung mit der Kunst der 60er Jahre - speziell dem deutschen und amerikanischen Minimalismus - mit einer Analyse des amerikanischen Oberflächen-Kults, wie er sich vor allem in der alles dominierenden Sprache des Computers zeigt.

Zahns Bilder transformieren Anfang der 90er Jahre den binären Code der Computersprache in abstrakte Streifenbilder à la Buren oder Parmentier. In einem nächsten Schritt benutzte Zahn fotografische Porträts, die er in grobe Pixel auflöste und in Bildformaten von der Größe eines Monitors sich verlieren lies. Die Computergraphik wird in Untitled (Menu with Sub-Menu) durch Reduktion der Kontextmenüs auf Schwarzweiß, durch eine minimalistische Flächenaufteilung und das Ausziehen der Streifen bis zum Rand soweit zurückgenommen, dass eine eindeutige inhaltliche Lesart entfällt. Der Kontext erschließt sich nur über die ungewöhnliche Hängung der Bilder beziehungsweise über den Titel.

   
 


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