Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
Ausstellungen nach Termin
Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen

MINIMALISM AND AFTER II

 

Neuerwerbungen / New Aquisitions

John M Armleder, Richard Artschwager, Wolfgang Berkowski, Stephen Bram, Daniel Buren, Ian Burn, Hanne Darboven, Gene Davis, Hermann Glöckner, Benoit Gollety, Katharina Grosse, Esther Hiepler, Sol LeWitt, John McLaughlin, Olivier Mosset, David Novros, Charlotte Posenenske, Gerwald Rockenschaub, Henryk Stazewski, Katja Strunz, Michael Zahn.

Daimler Contemporary

14. Februar -
18. Mai 2003

neue Öffnungszeiten:
täglich 11 - 18 Uhr

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armlederkatja strunz

John M Armleder

Untitled (FS 80), 1985
Emaillack auf Pavatex, Tisch, mit Resopal beschichtet

Katja Strunz

Ohne Titel, 2002
Holz, z.T. schwarz lackiert

 

   
 


John M Armleder
*1948 in Genf, CH, lebt in Genf, CH

Untitled (FS 80), 1985
Emaillack auf Pavatex, Tisch, mit Resopal beschichtet

Abstraktion und Readymade, zwei der richtungsweisenden Neuerungen der Kunst des 20. Jahrhunderts, treffen in John Armleders Furniture Sculptures (FS) aufeinander. Formal bezieht sich FS 80 auf die Skulpturenensembles der frühen amerikanischen Minimalisten, deren idealistischer Impetus jedoch durch das triviale Möbel unterwandert wird. Das Punktraster greift ein häufig streng theoretisch fundiertes Grundthema der abstrakten Malerei auf, das aber zugleich trivialisiert und ironisiert wird, wenn wir das Material als handelsüblichen Dämmstoff zur Schallisolierung erkennen. Armleders Werk spielt mit der gesammelten »Bedeutungsfülle« der Kunstgeschichte, die aber, je länger wir sie betrachten, umschlägt in den Eindruck kläglicher dekorativer »Leere«. Die Polarisierung zwischen Geist und Materie, zwischen Ideal und Müll - das weiß John Armleder - gilt nicht mehr. Das ist Gewinn und Verlust zugleich: Verlust an Orientierung, Gewinn an Entscheidungsfreiheit.

Katja Strunz
*1970 in Ottweiler, D, lebt in Berlin, D

Ohne Titel, 2002
Holz, z.T. schwarz lackiert

Die Reliefs von Katja Strunz entfalten sich in die durch Zeit und Raum bestimmte Realität hinein. Strunz setzt mehrere Fluchtpunkte ein. Dadurch verstärkt sie den artifiziellen Charakter ihrer Objekte und löst sich von den herkömmlichen Raumkonzepten, die sich auf einen Betrachterstandpunkt konzentrieren. Die Oberflächen ihrer Arbeiten setzen sich aus auseinanderstrebenden Ebenen zusammen, während sich ihre Dreidimensionalität durch die spitzwinkelig auslaufenden Enden verflüchtigt. Die Künstlerin generiert auf diese Weise die Idee der Ferne des utopischen Raums. Die Reliefs von Katja Strunz knüpfen an die kristallin gefalteten Skulpturen des Minimalisten und Land Art Künstlers Robert Smithson aus den frühen 60er Jahren an, zugleich bewahren sie eine sehr europäische Dimension: »Mich beschäftigt die Differenz von Vergangenheit und Gegenwart, das diskontinuierliche Nachwirken und die Konstruktion von Vergangenheit in der Gegenwart.« (Katja Strunz)

 

   
 


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