Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
Ausstellungen nach Termin
Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen

MINIMALISM AND AFTER II

 

Neuerwerbungen / New Aquisitions

John M Armleder, Richard Artschwager, Wolfgang Berkowski, Stephen Bram, Daniel Buren, Ian Burn, Hanne Darboven, Gene Davis, Hermann Glöckner, Benoit Gollety, Katharina Grosse, Esther Hiepler, Sol LeWitt, John McLaughlin, Olivier Mosset, David Novros, Charlotte Posenenske, Gerwald Rockenschaub, Henryk Stazewski, Katja Strunz, Michael Zahn.

Daimler Contemporary

14. Februar -
18. Mai 2003

neue Öffnungszeiten:
täglich 11 - 18 Uhr

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AusstellungsansichtdavisPosenenskeDavid Novros

Gene Davis

Ohne Titel, 1969
Öl auf Leinwand

John McLaughlin

#1 - 1962, 1962
Öl auf Leinwand

Charlotte Posenenske

8 Reliefs der Serie C, 1967
Stahlblech, gelb, gekantet

David Novros

Untitled (silver), 1966
Öl auf Leinwand, 6 Teile, 244 x 246 cm

 

   
 

Gene Davis
1920 - 1985 Washington, USA

Ohne Titel, 1969
Öl auf Leinwand

Gene Davis gehört zur Tradition der amerikanischen geometrisch-abstrakten Malerei, welche die Farbfeldmalerei vorbereitet hat. Seit 1959 widmet sich der Künstler ausschließlich dem Bildthema der Streifen, deren Länge und Breite im Verhältnis zur Größe der Leinwand exakt kalkuliert ist. Es entstehen potentiell in den Raum ausgreifende Bildfelder, ähnlich denen der späteren Minimal Art. Die Repetition eines einzelnen Elements und die Aufgabe eines Kompositionsschwerpunktes beziehen sich auf das All-over Jackson Pollocks. Der homogene Farbauftrag, die vertikalen Streifen sowie das klassisch anmutende Maß seiner Bilder sind auf den unmittelbaren Einfluss Barnett Newmans zurückzuführen. Gene Davis Bilder entwickeln einen dynamischen Zug in die Höhe, der an gotische Architekturen denken läßt. Wie Buren oder Toroni hat auch Davis seine Streifenthematik aus einem aktionistisch-politischen Impuls heraus in den öffentlichen Raum übertragen.

John McLaughlin
1898 in Sharon, USA - 1976 Dana Point, USA

#1 - 1962, 1962
Öl auf Leinwand

Der in Europa weithin unbekannte John McLaughlin wird zu den Wegbereitern der Minimal Art und des Hard Edge Painting gezählt. Bereits als junger Mann interessierte er sich für die asiatische Kunst und bereiste China und Japan. Während des Krieges arbeitete er für die Sino Intelligence der amerikanischen Armee in Fernost. Erst nachdem McLaughlin sich 1946 fast fünfzigjährig in Dana Point niedergelassen hatte, begann er zu malen. Die Faszination für die fernöstliche Kunst und Kultur, ebenso für das Werk von Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian, sollte sein Denken und Handeln weiterhin prägen. #1 - 1962 gehört im Werk von McLaughlin zu einer kleinen Gruppe Anfang der sechziger Jahre entstandener Arbeiten, in welchen die vertikale Streifen die Bildfläche strukturieren und in eine rhythmische Bewegung versetzen. McLaughlin wollte den Betrachter im Sinne des Zen, mit dem er sich zeitlebens beschäftigte, zu einer »kontemplativen« Haltung anregen.

Charlotte Posenenske
1930 - 1985 Frankfurt a. M., D

8 Reliefs der Serie C, 1967
Stahlblech, gelb, gekantet

Die 8 gelben, 1967 entstandenen Reliefs der Serie C wurden vorzugsweise als Reihe identischer Elemente gehängt. Die Elemente können industriell und in großer Auflage hergestellt werden, das Handlungsmoment und die Aktivierung des Betrachters spielen eine große Rolle. Die Radikalität des Konzepts rief Begeisterung oder schroffe Ablehnung hervor: »Eines zeichnet die Werke der Künstlerin vor allem aus: Ihre Einfachheit ist derart herausfordernd, dass sich vor ihnen kein stillschweigender Kompromiss schließen lässt«, hieß es in einer Zeitungskritik. »Wohnkultur und Schaufensterdekoration werden großen Nutzen davon haben«, vermerkte 1967 die FAZ maliziös.

Ende 1968 kehrt Posenenske inmitten einer vielversprechenden Karriere der Kunst den Rücken und beginnt ein Studium der Gesellschaftswissenschaften: »Es fällt mir schwer, mich damit abzufinden, dass Kunst nichts zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme beitragen kann«. (Charlotte Posenenske)

David Novros
*1941 Los Angeles, USA, lebt in New York, USA

Untitled (silver), 1966
Öl auf Leinwand, 6 Teile, 244 x 246 cm

David Novros gehört zu den wichtigsten Vertretern der »Systemic Painting« genannten Richtung des amerikanischen Minimalismus. Untitled (silver) besteht aus L-förmigen Elementen, die objekthaft den dreidimensionalen Raum thematisieren. Die Tiefe der einzelnen Teile unterstreicht das skulpturale Moment der Installation.

Der Künstler verzichtet auf das flächige Bild und zieht den architektonischen Raum jener »flatness« vor, wie sie gerade die minimalistische Malerei eines Barnett Newman oder Frank Stella betonte. Daher exponieren Novros' Arbeiten die Wand ganz bewusst als Träger und machen sie zu einem Element der Komposition. An der Schnittstelle von Wand und Raum operierend, ist die Arbeit als Teil des Raums, als »painting as wall« (David Novros) zu verstehen. Innerhalb der Werkgruppe der mehrteiligen Bildobjekte überwiegen die farbigen Arbeiten, das Umspielen von Monochromie wie in Untitled (silver) bleibt die Ausnahme.

   
 


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