John M Armleder, Richard Artschwager, Wolfgang Berkowski, Stephen Bram,
Daniel Buren, Ian Burn, Hanne Darboven, Gene Davis, Hermann Glöckner,
Benoit Gollety, Katharina Grosse, Esther Hiepler, Sol LeWitt, John McLaughlin,
Olivier Mosset, David Novros, Charlotte Posenenske, Gerwald Rockenschaub,
Henryk Stazewski, Katja Strunz, Michael Zahn.
In
der zweiten Hälfte der sechziger Jahre wird neu der Begriff eines »Minimalismus«
geprägt, der ein erweitertes Feld künstlerischer Medien umfasst - Skulptur,
Wandrelief, Malerei und Zeichnung.
An
dieses Spektrum knüpft unsere 2002 begonnene Ausstellungsserie »Minimalism
and After« an, die in den nächsten Jahren mit wechselnden Schwerpunkten
fortgeführt werden wird. Die
Anfänge des Minimalismus avant la lettre einerseits, die zeitlich unmittelbaren
und späteren Wirkungsformen andererseits werden mit repräsentativen
Neuerwerbungen in den Blick genommen.
Welches
waren die Lehrer und Anreger um 1960? Wo haben Künstler/innen im Hintergrund
und häufig vom Kunstmarkt übersehen wesentliche Beiträge geliefert?
Welche heute vergessenen Begegnungen und historischen Parallelen gab
es? Wie war das Echo in Europa? Wie formuliert sich die Diskussion des
Minimalismus in der zeitgenössischen internationalen Kunst?
Unsere
Neuerwerbungen von Künstler/innen dreier Generationen beginnen zeitlich
mit zwei Außenseitern des Kunstgeschehens, John
McLaughlin (1898-1976, USA) und Hermann
Glöckner (1889-1987, D).
McLaughlins auf Schwarz, Weiß und wenige Farben konzentrierte Malerei,
die betonte Objekthaftigkeit und Visualität seiner Bilder bereiten den
amerikanischen Minimalismus vor. Parallel entwickelte der knapp achtzigjährige
Hermann Glöckner in Dresden in völliger Isolierung von der gängigen
DDR-Kunst seine Faltungen weiter. Ein spätes Echo finden diese in den
Wandreliefs von Katja Strunz (*1970, D).
Einem
durchgehenden Schwerpunkt der Daimler Kunst Sammlung folgend, versucht
die Auswahl der Neuerwerbungen die Diskussion in der zeitgenössischen
Kunst zu spiegeln. Wolfgang Berkowski (*1960, D), Stephen Bram (*1961,
AUS), Benoit Gollety (*1974, F), Esther Hiepler (*1966, D), Michael
Zahn (*1963, USA) haben in den neunziger Jahren ganz eigenständige Werkgruppen
entwickelt, die mit verschiedenen Aspekten des Minimalismus kommunizieren
und diese weiter- und ausformulieren.