Schmids künstlerische
Arbeit gestaltet sich hauptsächlich situativ und temporär. Er bearbeitet
vorhandene Räume als transitive Orte, als Orte des Übergangs zwischen
Außen- und Innenwahrnehmung, die sich mit der Bewegung des Betrachters
im Raum entfalten.

Partitur
für DCC, 2002 16 Takte für 16 Lichtlinien
Technik: SØRENSEN Produktentwicklung
Schmids Arbeit
kann als performativ bezeichnet werden, da sie auf Möglichkeiten abzielt,
nicht nur die gegebenen architektonischen Strukturen zu beschreiben,
sondern die dahinter verborgenen und dennoch latent vorhandenen Räume
sichtbar zu machen. Für deren Interpretation, oder wie Schmid es nennt,
deren "Verstärkung", arbeitet er vor allem mit Linien, die ausgespannt
oder geklebt, gezeichnet, gemalt, geschnitten oder gelegt werden.
Der Künstler verleiht damit den zeichnerisch bearbeiteten Räumen - jenseits
ihrer Funktionalität als Foyer, Passage oder öffentlichem Platz bzw.
ihrer Dysfunktionalität als Industriebrache - einen autonomen, energetisch
aktiven Zustand.

Andreas Schmid,
Shanghai Red, Fotografie; 1998