Philippe Parrenos
Werkbegriff verkörpert ein Vorgehen, das sich auf zeitlich begrenzte
künstlerische Allianzen stützt. Sein kooperatives Arbeiten stellt Fragen
nach Ursachen gesellschaftlicher Vorstellungen und deren Relevanz innerhalb
eines vorhandenen Kulturraumes. Die Aneignung medienspezifischer Formate,
wie Illustrierten-Magazine, TV-Spots oder der Ankauf der Mangafigur
Annlee dienen dabei als Fond zur Herstellung fragmentarisch konzipierter
Räume, die sich in ihrem Aufbau an die szenische Struktur von Filmen
anlehnen.
Philippe
Parreno, 6:00 P.M., (2001), Teppich, 321 x 250,2 cm
Teppiche, Tapeten,
Videoprojektionen, Lichtmodulationen und an die Wände gepinnte Poster
sind oft gebrauchte und lose zusammenhängende, narrative Chiffren, die
den Besucher intuitiv leiten und ihn beispielsweise mit der Fragwürdigkeit
überkommener Rollenmuster, der Bedeutung sozialen Verhaltens in unterschiedlichen
Kontexten oder mit der problematischen Definition von Identität und
Fremdheit konfrontieren.