Der Architekt Peter
Haimerl entwickelte für die Neuinterpretation urbaner Strukturen sein
Konzept der "Zoomtown". Die Stadt, wie wir sie momentan erleben, ist
für Haimerl einem geradezu altmodischen Verständnis von Nutzung verhaftet,
das im Resultat die räumlichen Qualitäten von Stadt im Unterschied zum
Land sukzessive nivelliert und in eine Verschwendung von Raum und dessen
Ressourcen mündet.
Statt städtische Planungsprozesse auf achsiales Symmetrieempfinden oder
auf "malerisch" heimelige Nischen auszulegen, gilt sein Entwurf einem
Verständnis von Stadt als Kulturraum, der sich vor allem anhand seiner
durchfließenden, kontingenten Bewegungsströme netzartig ausbildet.
zoomtown
united metropoles of europe
Denklabor für eine europäische Großstadt 2000-2002
Szene aus zoomtown (Computeranimation)
"Zoomtown" definiert
die Zentren einzelner Städte hinsichtlich der gesteigerten Mobilität
ihrer Bewohner um und fördert durch ein Angebot an neuen Verkehrsmitteln
die Vernetzung der Metropolen insgesamt. Durch transmetropole Höchstgeschwindigkeitszüge
ist es bei "Zoomtown" möglich, Berlin und Paris als ein städtisches
Gefüge zu erleben, was in der Konsequenz den Wettbewerb der Städte untereinander
beabsichtigt und sie zu einer effizienten Verteilung von infrastrukturellen
Aufgaben anhält. Innerhalb
der einzelnen Städte wird unter anderem dabei der Rückbau von Straßen
möglich und somit Raum für individuelle Nutzungen und Bedürfnisse freigegeben.
