
Jan
van der Ploeg
*1959 in Amsterdam/NL
Wallpainting
2002 Dispersionsfarbe, Dimensionen variabel
Seit
1997 verwendet Jan van der Ploeg für seine Malerei das "Grip". Das Motiv
ist ein Readymade, dessen Form sich von den Handeingriffen der Umzugskartons
herleitet. Für den Künstler ist wesentlich, daß es sich um eine alltägliche
Form handelt, die er ohne Veränderung in den Kontext der Malerei überführen
kann.
Grip
ist der alleinige Ausgangspunkt, das Modul, das van der Ploeg je nach
den vorgefundenen architektonischen Vorgaben in seinen Wandmalereien
variiert. Für seine Arbeiten hat der Künstler ein eigenes Farbvokabular
entwickelt, das aus Schwarz, Weiß und damit kontrastierenden Tönen wie
Pink oder Orange besteht. Aus der Kombination verschiedener Farbflächen
in exakt abgestimmten Maßverhältnissen entsteht eine bemerkenswerte
Plastizität. Die Farben scheinen nicht in einer planen Fläche eingebettet
zu liegen, sondern entwickeln ein den umliegenden Raum in seiner Wahrnehmung
nicht veränderndes, aber einbeziehendes Volumen.
Die
Vielfalt der von van der Ploeg gefundenen Variationsmöglichkeiten scheint
unerschöpflich. Jede Wandmalerei unterscheidet sich in Farbwahl, Größe,
Bildausschnitt sowie in Kombination der Grips. Je nach dem, können sie
ornamental, räumlich, flach oder durch ihre längliche Form dynamisch
wirken. Die Grips verbinden Malerei, Skulptur, System und Serialität.
In ihrem Zusammenwirken fügen sie sich in den Alltag ein, haben eine
Funktion als Zeichen, Ornament oder malerischer Illusion. Die Grips
sind ein Mittel der Gestaltung, das formale Reduktion und gleichzeitig
unerschöpfliche Variationen ermöglicht.
Untitled
(GRIP)
2001 Acryl auf Leinwand, 26 x 44 cm, Verso sign.

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