"Minimalismus"
als Gesamtphänomen
Die
objektiv beschreibbaren Strukturen und Proportionen, die elementaren
Formen und seriellen Reihungen, die industriellen Materialien und Produktionsformen
der Minimal Art argumentieren konsequent gegen
das informelle 'Allover' und die subjektiven Malgesten der 50er Jahre.
Non-relational, systematisch, unhierarchisch und
antikompositionell sind die Stichworte der Zeit.
Die
Künstler unserer Ausstellung zeigen ein breites Spektrum minimalistischer
Tendenzen von etwa 1960 bis heute. Ablesbar werden die verschiedenen
Formen der künstlerischen Aufarbeitung der Minimal Art über die Jahrzehnte
und Generationen hinweg.
Dem an die Seite gestellt sind innerhalb unserer Neuerwerbungen frühe
europäische Spiegelungen und Brechungen der konzeptuell geprägten Facette
des Minimalismus.
Der
Akzent aber liegt auf jungen internationalen Künstlerinnen und Künstlern,
deren Werk wesentlich unter dem Gesichtspunkt
der Wirkungsgeschichte der Minimal Art zu verstehen ist.
Entsprechend dem Charakter der Daimler Kunst Sammlung, haben wir uns
auf Bildwerke konzentriert, die zentrale Kriterien
des Minimalismus aus heutiger Sicht reflektieren: die
skulpturhafte Präsenz des Bildobjekts, kühl-geometrische Strukturen,
intuitiv erfahrbare Ordnungen und Proportionen, Raum- und Betrachterbezogene
Werkinszenierungen, die alles Symbolische und Narrative zurückweisen.
Gleichwohl gründen die Werke in individuellen Argumentationszusammenhängen,
seien diese politischer, formaler, kunstreflexiver oder rein ästhetischer
Natur.
ausführlicher
Ausstellungstext
Führungen
jeweils Mittwoch, 18 Uhr; Gruppen nach telefonischer Vereinbarung