
Martin
Gerwers
*1963 in Velen/D
Ohne
Titel, November, 1998
Öl auf Leinwand, 228 x 217 cm, Verso sign. und dat.
Martin
Gerwers verneint es, sich als einen geometrischen Maler anzusehen. Die
Geometrie hat für ihn nicht einen Zweck an sich und ist auch nicht das
Thema des Gemäldes. Die Geometrie ist für ihn ein Instrument, mit der
er die Vielfalt der Bewegungen, die uns das Bild anbietet, modelliert.
Das Gemälde funktioniert ähnlich einem architektonisches Feld, das den
Betrachter konfrontiert und innerhalb dessen sich die Komposition, gemäß
der Dunkelheit und Helligkeit der Töne, in jedem Ausschnitt des Bildes
wie ein Einrichten oder Ordnen von offenen oder leeren Stellen verhält.

Ohne
Titel, April
1999 Öl auf Leinwand, 196 x 186 cm, Verso sign. und
dat.
Prägend
ist eine nachgerade intime Beziehung zwischen Architektur und Malerei,
die durch Annäherung an das menschliche Proportionsempfinden und Wahrnehmungsvermögen
synthetisiert werden. “Für mich ist der Zusammenhang bedeutsam von traditioneller
Leinwandmalerei und Wandmalerei, die für einen bestimmten architektonischen
Raum konzipiert ist, immer wieder thematisierend die Fülle und die Leere
und die Konfrontation der Betrachters mit dieser so grundlegenden Empfindung.
An das Gesehene können wir uns kaum erinnern. Uns werden wissenschaftliche,
epistemologische Musterbeispiele (Paradigmen) gelehrt, aber wenn Gedanken
oder Empfindungen grundsätzliche Folgerungen zulassen, passieren diese
unser Bewusstsein, ohne einen Platz einzunehmen, wie eine Art von unbeschreiblicher
Energie, die sich langsam verflüchtigt. Ich möchte Gemälde schaffen,
um diesem Zustand Ausdruck zu verleihen und eine Form zu geben.” (Martin
Gewers, 2001)
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