
Greg Bogin
*1965 in New York/USA
Environmental enhancement
panel #1,
1999 Acryl und Email auf Leinwand, 119,37
x 71,12 cm, Verso sign.
In einer für seine
Generation besonders repräsentativen Form ist das Werk Greg Bogins der
amerikanischen Kunstgeschichte und Bilderwelt der 60er Jahre verpflichtet.
Künstlerisch orientiert er sich an Minimal und Pop Art. Hinsichtlich
Form und Farbe sind seine Arbeiten durch die Logos und das Design dieser
Zeit angeregt.
Environmental enhancement
panel #1 ist eine Synthese dieser Einflüsse. Auf intelligente Art gefällig,
verweigern sich Bogins Bilder aber den von den Minimalisten kanonisierten
Parametern und bewegen sich inhaltlich jedoch auf einer anderen Ebene:
Vordergründig bestätigen sie die Forderung des Minimal nach Selbstbezüglichkeit.
Insofern sie aber assoziative Titel oder einen logohaften Charakter
haben, negiert er sie wieder. Überdies kombiniert Bogin in seinen Bildern
bisher nicht zu vereinigende künstlerische Positionen wie Donald Judd
und Andy Warhol, läßt daraus eine Malerei entstehen, die als 'Minimal
Pop' bezeichnet werden könnte.
Bogins Auseinandersetzung
mit Kunst und Design der 60er Jahre ist durch eine aktuelle Sicht auf
das Phänomen 'Minimal' geprägt. Sein Transfer in die Gegenwart läßt
die Minimal Art an programmatischer Strenge verlieren und zugänglicher
werden. Er folgt mit seiner Annäherung an die amerikanische 'populäre'
Kultur auch einer Notwendigkeit. In einer mediatisierten Welt, in der
jedes Zeichen mit Bedeutung aufgeladen ist, wird es immer problematischer,
die von der Minimal Art geforderten 'bedeutungsfreien' Bilder zu entwerfen.
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