

Douwe
Jan Bakker
1943-1997 Haarlem/NL
Pronouncables,
1972/73 Dark blue kort serie no. 2,
9 Teile in Holzkoffer, Holz, Ölfarbe, 33,7 x 85,2 x 14,2 cm
9 Polaroids zu Pronouncables (no. 2), 1972/73, 8,9 x 115,3 cm
Zwei
Farbfotos (Dokumente) zu Pronouncables (no. 2), 1972/73, 24 x 36,3 cm
Douwe
Jan Bakker setzte sich zeitlebens mit der Beziehung zwischen Sprache
und Umwelt auseinander. Mitte der 70er Jahre erhielt das 'Wort als Bild'
eine wesentliche Rolle in seiner künstlerischen Arbeit. Die aus dieser
Beschäftigung heraus entstandene, aus 236 Einheiten bestehende Serie
der Pronounceables umfaßt verschiedenste abstrakte und reale Formen
und Farben, die der Künstler in kleinen 'Kabinetten' gesammelt und wie
ein Bild-Lexikon geordnet hat.
Aus dem Koffer genommen, werden die Wortobjekte mit dem Mund mittels
eines kleinen Stabs gehalten und dadurch artikuliert, wie es auf den
zugehörigen Polaroids zu sehen ist.
Die
Pronounceables 2 und 3 zeigen zum einen schwarz kolorierte, abstrakte
Zeichen wie Quadrat, Kreis oder Dreieck und zum anderen Signets 'greifbarer'
Gegenstände wie Tisch, Stuhl oder Fenster.
Bakker
manipulierte seine Signets nicht oder gab ihnen eine übergeordnete Bedeutung.
Sie sollten genau das bezeichnen, was sie darstellen. Dennoch evozieren
sie durch die Verbindung von Bild und Idee reichere Assoziationen als
das Abbild allein.
Da die Pronounceables, um zu funktionieren, in den Mund genommen werden
müssen, können deren Bezeichnungen nicht mehr ausgesprochen werden,
während die Objekte visuell erkennbar bleiben. Sprache, suggerieren
die Wortobjekte Bakkers letztlich, ist der visuellen Erfahrung, dem
Bild, unterlegen.
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Pronouncables,
1972/73 Dark blue silhouette serie no.
3,
13 Teile in Holzkoffer, Holz, Ölfarbe, 33,4 x 90 x 14,2 cm
13 Polaroids zu Pronouncables (no.3), 1972/73, 8,9 x 79,7 cm
Zwei Farbfotos (Dokumente) zu Pronouncables (no.3), 1972/73, 24 x 36,3
cm


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