Karin
Sander
*1957 Bensberg/D
Pausenraum,
Zimmer 38 / Haus 136 Untertürkheim, 1992
Wandfarbe auf Rauhfasertapete, auf Holz, 130 x 130 x
4,5 cm
Karin
Sanders Eingriffe in gegebene Situationen - in Außen- oder Innenräume,
Wände oder Böden - sind minimal, gleichwohl subtil in ihrer Wirkung.
Diese
Arbeiten, die sich in jeder Hinsicht aus dem jeweils vorgegebenen Raum
ableiten, eröffnen dem Betrachter überraschende Perspektiven hinsichtlich
des Ortes, an dem er sich befindet, oder in Bezug auf das, was ein Bild
ist. Überzieht die Künstlerin eine Bildoberfläche mit dem Tapetenstück,
das sich ursprünglich hinter dem Bild befand, von diesem zwangsläufig
verdeckt, so tritt der verborgene Hintergrund des Bildes oder die Wand
als Bild in den Vordergrund.
Sanders
Werke gehen über einen reinen Konzeptualismus hinaus und markieren merkwürdige
Zwischenbereiche zwischen Vorhandenem und nicht
Vorhandenem, innen und außen, Vorder- und Rückseite.