Camille Graeser
1892-1980/CH
Harmonikale
Konstruktion, 1951
Öl und Tempera auf Leinwand, 40 x 75 cm
Camille
Graesers Harmonikaler Konstruktion liegt eine Aufrasterung der Bildfläche
in 120 Quadrate zugrunde. Bestimmte Quadratfelder wurden farbig hervorgehoben
und streifenförmig verbunden. Links erscheint ein geöffneter, rechts
ein geschlossener Formkomplex, zwischen denen ein violetter Streifen
die vermittelnde vertikale Bildmittelachse anzeigt.Zugleich
setzt Graeser auf die Wirkung der Farbe, die sich als "malerischer Klang"
an das "musikalische" Empfinden des Betrachters wendet.
Das
Gemälde ist der Versuch, aus einer bipolaren geometrischen Ordnung von
Farbformen ein bewegtes flächiges wie auch räumliches Beziehungsgeflecht
zu entwickeln. Das Bild gehört zur Werkgruppe "Loxodromische Komposition"
(1947-55), deren Thema die Diagonalverschiebung ist.