Georg
Winter
*1962,
Mitsubishi monogatari, 2001
Holz, verschiedene Materialien
173 x 173 x 53,1 cm




Mit
seiner als "Übungseinheit" bezeichneten Skulptur Mitsubishi monogatari
führt Georg Winter in das Unternehmen Daimlerein Werkzeug ein,
mit welchem die auf Mobilität und Schnelligkeit hin orientierten Mitarbeiter
zur aktiven Erprobung von Strategien der Zurücknahme, der Depotenzierung
angeleitet werden sollen.
Wer
auf der Tatami sitzt und die Kamera als Medium nutzt, um die eigene
Haltung und Verortung im Raum handelnd zu erfahren und zu reflektieren,
ist aktiver Teil eines prozessual angelegten Skulpturbegriffs und erfährt
sich zugleich als Teil ökonomischer und ästhetisch begründeter interkultureller
Prozesse.
Measure/Maßnahme
(Otsu/Atsuta), 2001
Holzschnitt auf Transparentpapier
60 x 229 cm

Remain
composed (Otsu/Atsuta), 2001
Holzschnitt auf Transparentpapier
49,8 x 292,7 cm

Die
beiden Holzschnitte mit dem Titel Measurements greifen gedankliche Aspekte
der Skulptur Mitsubishi monogatari auf, erweitern sie auf ontologische
Fragestellungen hin.
Sie handeln in sich ergänzender Weise von den für Winters Plastik-Begriff
zentralen Kategorien von Raum, Zeit und Bewegung, von Maßen und Verhältnissen.
Die
‚Übersetzungen', die der Künstler im bildhaft-ästhetischen vornimmt,
repräsentieren die ‚Übersetzungshilfen', die seine Skulpturen im Kontext
von Betriebs- und Produktionssystemen anbieten, wenn ihr Angebot aktiver
Nutzung ernst genommen wird.
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