Sammlung Daimler
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Contemporary - Profil und Übersicht
Ausstellungen nach Termin
Die Sammlung: Profil und Aktivitäten
Skulpturenrundgang am Potsdamer Platz Publikationen

Juni 2001

 

Neuerwerbungen
Fotografie, Video, Mixed Media und Werke aus der Sammlung

Doug Aitken, Ian Anüll, Cor Dera, Walter Giers, Isabell Heimerdinger, Thomas Locher, François Morellet, Eva Maria Reiner, Pietro Sanguineti, Roman Signer, Georg Winter

Daimler Contemporary


16. Juni
bis 21. Oktober

   
 

 

Kontakt Jahresübersicht

   
 

Die aktuelle Ausstellung eröffnet für die Sammlung einen neuen Bereich medialer Kunst, der wichtige Entwicklungslinien zeitgenössischer Kunst aus den Bereichen Fotografie, Video und Installationen nachzeichnet und erkennbar werden läßt.

Die 1977 gegründete Daimler Kunst Sammlung ist gewachsen in der Auseinandersetzung mit dem klassischen Bildformat und mit den grossen Tendenzen abstrakt-geometrischer Kunst im 20. Jahrhundert.
Aber schon in den 90er Jahren wurde den sich radikal wandelnden und medial erweiterten Präsentationsformen zeitgenössischer Kunst behutsam Rechnung getragen. Licht, Video, Fotografie und multimediale Wandobjekte fanden Eingang in die Sammlung.

 

   

Cor Dera

 

Doug Aitken, Francois Morellet, Georg Winter

 

Pietro Sanguineti
(now), Dialeuchtkasten

Hier knüpft die Ausstellung "Juni 2001" an und versucht, mit Neuerwerbungen einige dieser Linien in die Zukunft zu zeichnen, andere jedoch auch neu zu definieren und zu begründen.
Erwerbungen der 90er Jahre sind vertreten mit zwei Neonarbeiten von Francois Morellet, einem Bildobjekt von Thomas Locher, einer Klangarbeit von Walter Giers sowie mit dem Licht-Spiegel-Objekt "showtime" von Pietro Sanguineti. Seine in der Daimler Kunst Sammlung bereits vorhandene Werkgruppe wurde noch einmal um eine frühe Textarbeit, um neue Beispiele seiner Leuchtkästen sowie Videos erweitert, so dass die Werkstationen des jungen Berliner Künstlers nun exemplarisch nachvollziehbar sind.

  Video und Fotografie als konzeptuelle Bildform

Zwei Schweizer Künstler, Roman Signer und Ian Anüll, sind mit Videoarbeiten präsent. Beide haben massgeblich das Medium Video als konzeptuelle Bildform im Grenzbereich von Skulptur, bewegtem Bild und plastischer Handlung bearbeitet.
In diesen Kontext gehören auch die Foto- und Videoarbeiten von Doug Aitken und Isabell Heimerdinger.

Mit der Ausbildung einer 'neuen Natur' nach der gentechnischen Revolution beschäftigen sich die seriell angelegten Fotoarbeiten des niederländischen Künstlers Cor Dera.
Die vielteiligen, genähten Stoffreliefs von Eva Maria Reiner machen Physiognomie und Maße des menschlichen Körpers zu abstrakten, bildhaften Landschaften.

 


Mit den nun vorliegenden drei Katalogen der Daimler Kunst Sammlung des Jahres 2001 zeichnen sich - neben der grundsätzlichen Fortschreibung abstrakter und konzeptueller Tendenzen (Zero, Minimal art, konstruktivistische Tradition) - auch einige Schwerpunkte ab, welche die biographische und künstlerische Herkunft der Beteiligten betreffen.

Unter insgesamt knapp vierzig Namen sind sieben junge Künstlerinnen und Künstler zu nennen, deren Biographie eng mit Stuttgart und Berlin verbunden ist (Heimerdinger, Miller, Reiner, Sanguineti, Stöhr-Weber, Westerwinter, Winter). Die charakteristische Verbundenheit der Kunst Sammlung Daimlermit der Gruppe der "Zürcher Konkreten" wird fortgesetzt mit Künstlern wie Armleder, Buetti, Fleury, Rondinone, Anüll und Signer, die einen Ausblick auf die aktuelle Schweizer Kunst ermöglichen. Schliesslich stehen - in Erweiterung der genannten Schwerpunkte und mit diesen zusammenspielend - Namen wie u.a. Aitken, Dera, Hastings, Kosuth, Rockenschaub, Walther, Zittel und Zobernig für die grundsätzliche Orientierung an wegweisenden Positionen der internationalen Kunst.
Anders gesagt: jenseits einer herkömmlichen musealen Ausrichtung an Stilen und 'Bewegungen' versucht die Daimler Kunst Sammlung, wichtige Entwicklungslinien der zeitgenössischen Kunst nachzuzeichnen und erkennbar werden zu lassen, ohne das gewonnene Profil aufzugeben.

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