Jesus
Rafael Soto
Vibration, 1962
Öl auf Holz, Metall
verso vom Künstler: "pour Peeters"
56,2 x 45,2 x 8,1 cm
Soto
versuchte, mit Vibration eine Kunst zu schaffen, die sich durch die
Bewegung des Betrachters veränderte und diesen zu ‚sinnlicher' Erkenntnis
anleiten sollte.
"Das
Ruhende gibt seine Seinsgültigkeit sofort auf, die augenblicksgebunden
ist. Die örtliche Ruhe verwandelt sich durch den Betrachter in raumzeitliche
Bewegung. Das Gleichgewicht alles Lebendigen existiert erst in ständiger
Wandlung... Sotos Bilder bewegen sich nicht aus sich selbst, sondern
erhalten ihre Bewegung nur durch den Betrachter.
Seine
Strukturen sind ruhende Flächen und ruhige Kompositionen, aber auf Bewegung
hin zusammengesetzt. Sie sind zueinander in eine beabsichtigte Verhaltensweise
gebracht. Eine Linie, ein Punkt, ein Liniengefüge, eine kreisende Struktur
teilen sich erst mit, wenn er die Verhaltensweise der Strukturen anwendet,
ins Spiel bringt, in Bewegung setzt. Erst im lebendigen Vollzug sind
es kinetische Strukturen." (Paul Wember, 1963)
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