Martial
Raysse
Peinture lumière, o.J. (ca. 1965)
Leinwand, Neon auf Holz
verso vom Künstler: "pour Otto Hahn"
63 x 78 x 5,5 cm
Martial
Raysses Werke entstanden aus dem Bedürfnis, ein Empfinden und Verständnis
für die moderne Natur zu definieren, welches das tradierte Naturempfinden
verließ.
"Raysse
geht es nicht darum, ein der Landschaft oder einem Portrait ähnelndes
Gemälde zu machen, sondern ein neues Substitut der Landschaft oder des
Portraits zu erfinden: Foto, Fotokopie, Flocage, Papierausschnitte,
Neon ... irgendetwas. Vorausgesetzt die Identität wird gebrochen und
die Distanz zur Wirklichkeit vergrößert." (Otto Hahn, 1965)
Peinture
lumière ist ein Vorzeigen einiger Grundbedingungen von 'Bildlichkeit':
Form, Licht, Trägermaterial für Farbe. Diese werden ihres Inhalts und
ihrer Bedeutung entledigt vorgeführt. Die leere Leinwand repräsentiert
die Malerei als kategoriale Bestimmung, so wie das Neonlicht sowohl
die Idee von Farbe als auch die Kriterien von Bildlicht/Beleuchtungslicht
repräsentiert.
Raysse
führt die Beschreibungsmethoden von Malerei als "individualisierte",
pure und minimalistische Materialien vor, setzt Leinwand und Neon als
Readymades ein.
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