
Man
darf sich den Dialog, den die Ausstellung "NEW ZERO" visuell erlebbar
und nahvollziehbar machen möchte, im Sinne eines Stafettenlaufs vorstellen:
die - künstlerisch oft bis heute höchst aktiven - Vertreter der 1957
gegründeten Zero-Bewegung reichen die Stafette der ‚radikalen Moderne'
weiter an die nächsten Künstlergenerationen, die die historischen
Fragestellungen, Konzepte und Strategien auf ihre aktuelle und zukünftige
Relevanz hin befragen.
Einige
konkrete Beispiele: die neon-orangefarbene Leuchtkraft der Farbe in
Rupprecht Geigers 1960 entstandenem Bild "Exponent Signal" reflektiert
Sylvie Fleury mit industriell gerfertigtem Flokati in der Modefarbe
der Saison;
der
Idealismus der künstlerischen Formulierung von ‚Realität' in den Werken
von Morellet, Castellani und Dadamaino - als Realität von Licht und
Schatten, Raum und Bewegung - findet eine lapidare Antwort im "REAL"
Bild von Heimo Zobernig: hier ist das Vokabular der abstrakten
Kunst des 20. Jahrhunderts ähnlich einem Baukastenprinzip als Konstellation
‚realer' Elemente vorgeführt: Form und Farbe, Begriff und Fläche, Quadrat
und Geometrie.
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