Neuerwerbungen
Armleder bis Zittel
John
M Armleder, Daniele Buetti, Sylvie Fleury, Joseph Kosuth, Gerold Miller,
Kirsten Mosher, Gerwald Rockenschaub, Ugo Rondinone, Franz Erhard Walther,
Andrea Zittel
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Daimler Contemporary
9. Februar - 1. April
Kontakt
Jahresübersicht
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Der
Schwerpunkt der 1977 begründeten Daimler Kunst Sammlung, die mittlerweile
rund 650 Arbeiten umfasst, liegt im Bereich einer
konkret-konstruktiven, konzeptuellen oder minimalistischen Bildauffassung.
Diese inhaltliche Ausrichtung folgte zunächst der Kunstentwicklung in
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Raum Stuttgart und in Süddeutschland,
erweiterte sich aber rasch in Anknüpfung an verwandte
deutsche, schweizerische und europäische, schließlich internationale Positionen
einer nicht-expressiven Bildkunst.
neue
Akzente
Diese
Vorgaben, die mein Vorgänger Hans J. Baumgart zu einem konzis konturierten
Sammlungsprofil geführt hat, werden in der Ausstellung "Februar 2001"
mit elf Neuerwerbungen von deutschen und internationalen
Künstlerinnen und Künstlern aufgegriffen und weitergeführt, es
werden jedoch auch neue Akzente gesetzt.
1960
entwickelter, 'anderer' Werkbegriff
Die
ausgewählten Werke beziehen sich auf einen um
1960 entwickelten, 'anderen' Werkbegriff, mit dem die Überwindung
tradierter malerischer Konventionen verbunden ist, und sie zeigen die
Spiegelungen und Brechungen dieser Revolution der Moderne in Arbeiten
junger Künstlerinnen und Künstler. Eine zusätzliche Verschiebung
liegt in der medialen Erweiterung der bisherigen
Sammlungskonzeption, insofern Fotografie, Videokunst
und eine multimediale Objektkunst exemplarisch präsent sein werden.
Darüber hinaus sollen auch immer wieder Positionen einer dezidiert zeitkritischen
Kunst integriert werden.
führende
Vertreter der frühen Konzeptkunst
Mit
Franz Erhard Walther und
Joseph Kosuth sind die jeweils führenden Vertreter der frühen
Konzeptkunst Europas und Amerikas mit exemplarischen Werken vertreten.
Der Vorrang der ,Idee', des Konzepts vor der materiellen Ausführung,
wie sie beide wegweisend entwickelt haben, wird in unserer Auswahl von
Gerold Miller und Gerwald
Rockenschaub mit zeitgenössischen Mitteln
weiterverfolgt.
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handlungsbezogener
Werkbegriff
Ein
qualitativ neuer, handlungsbezogener Werkbegriff,
wie er etwa im "1. Werksatz" Walthers um 1960 fundiert ist, findet
im Werk von Andrea Zittel eine aktuelle,
die Grenzen zwischen originalem Werk, Möbel und Design aufhebende
Antwort.
Verabschiedung
des Originals
An
einer erneuten und nun endgültigen Verabschiedung des Originals, die
mit Marcel Duchamps Urinoir (1917) ihren Anfang genommen hat, versucht
sich die Waren-Assemblage von John
M Armleder. Das ausgeprägte Interesse zeitgenössischer Künstler
für den Grenzbereich von Ökonomie, Werbung und
Ästhetik spiegelt sich in den Fotoarbeiten von Daniele
Buetti und Sylvie Fleury. Während
der Marken- und Logokult unserer Zeit dem Model Buettis - in der Bedeutung
des Wortes - unter die Haut gegangen ist, führt Fleury mit emotionsloser
Geste die triviale Gedankenwelt der amerikanischen ,Lowrider' und
,Muscle car' Fahrer vor.
Wie
diese, von der Werbung eigentlich erst generierte Welt mit der Realität
des Autoalltags zusammenprallt, davon sprechen im Sinne einer sowohl
ironischen und komischen wie tragischen Kritik die "Carmen" (etwa:
Auto-Männer) Videos von Kirsten Mosher.
Damit
sind Tendenzen einer veränderten, einer erweiterten Sammlungskonzeption
in ersten Schritten beschrieben.
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